Chakir aus Marokko startet Ausbildung zum Berufskraftfahrer bei Karo AS

Wir haben es alle gelesen und wissen: 2015 sind sehr viele geflüchtete Menschen nach Deutschland gekommen und die Integration wird als große Herausforderung gesehen. Wie kann sie gelingen? Die geflüchteten Menschen erlernen deutsch, lernen Deutschland kennen und nehmen eine Arbeit auf. So einfach? Ja, so einfach kann es klappen: Karo As Umweltschutz GmbH, ein mittelständiges Unternehmen, das sich mit der deutschlandweiten Sammlung von Altölen und anderen flüssigen Abfällen befasst, unterstützt diesen Weg. Das Unternehmen bildet seit Jahren Berufskraftfahrer aus und in diesem Jahr beginnt Chakir Ichaqdi aus Marokko seine Ausbildung. Chakir ist Mitte 2015 mit seiner Familie nach Peine gekommen. Als verheirateter Familienvater mit zwei Kindern hat er nur ein Ziel: In Deutschland Fuß fassen und eigenständig ohne fremde Unterstützung mit seiner Familie in Deutschland leben.

Chakir Ichaqdi wird unterstützt durch den Verein Familien für Familien e.V. Die Patenschaft für seine Familie haben Anna Friedrich und Henning Meyer übernommen. Ziel der Patenschaft ist es, die Integration von geflüchteten Familien zu unterstützen und sie willkommen in Deutschland zu heißen. „Wir sind sehr froh, Chakir bei der Arbeitssuche und der Bewerbung unterstützt zu haben und so bei der Vermittlung der Ausbildung begleitet zu haben. Wir sehen, dass unser Netzwerk funktioniert und einen Beitrag zur d Integration leistet!“ fasst Henning Meyer zusammen.

Der Geschäftsführer von Karo As Oliver Röpe und der Ausbilder Thomas Heinisch mussten nicht lange überlegen: Im April hat Chakir Ichaqdi ein einwöchiges Praktikum bei Karo As absolviert. Danach waren sie überzeugt: „Es gibt zwar noch einige Herausforderungen mit der Sprache, aber Herr Ichaqdi hat große Fortschritte gemacht. Wir würden uns sehr freuen, ihm eine langfristige Perspektive geben zu können. Während des Praktikums haben wir einen engagierten Menschen kennengelernt, den wir sehr gerne weiterentwickeln wollen.“ Auch nachdem Karo As erfahren hat, dass Chakir als Marokkaner ggf. die Abschiebung während oder kurz nach der Ausbildung droht, ließ man sich nicht von dem Vorhaben abbringen. „Zugesagt ist zugesagt“!

Chakir Ichaqdi selbst ist ein wenig nervös und nicht sicher, ob er alle Erwartungen erfüllt aber sehr dankbar, dieses Vertrauen und diese Chance zu bekommen. Und die ehemaligen Paten?  „Wir freuen uns, unsere marokkanischen Freunde zum Ausbildungsstart zu einer Familienfeier einzuladen!“

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(v.l.n.r. Herr Dr. Meyer, Chakir Ichaqdi, Thomas Heinisch, Isabella Horváth, Oliver Röpe)